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Als krönender Abschluss des Wahlkreisbesuchs fand am Abend in der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt ein öffentlicher Vortrags- und Diskussionsabend mit Dr. Eisenmann statt. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Akademie auf dem Malersbuckel betonte die Ministerin die große Bedeutung der Jugendbildungsakademien als außerschulische Bildungsstätten. Sabine Kurtz, stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins der Landesakademie, stellte deren vielfältiges Angebot heraus. Die jährlich rund 250 Veranstaltungen reichen von Weiterbildungen für Jugendleiter und pädagogische Fachkräfte über Medienbildung bis hin zum Vereinsmanagement. Für Weil der Stadt sei die Landesakademie für Jugendbildung ein wichtiges Aushängeschild, unterstrich Bürgermeister Thilo Schreiber.

Das Interesse an der Bildungspolitik von Dr. Eisenmann ist groß – das zeigte der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal bei der Abendveranstaltung. Unter den Gästen waren neben Bürgermeister Thilo Schreiber, der Schulamtsleiterin Angela Huber, den Lehrkräften und Elternvertretern auch viele Vertreter der Musikvereine und Kirchen. In ihrem Grußwort betonte Sabine Kurtz vor den über 100 Interessierten deren wertvolle Arbeit in der außerschulischen Jugendbildung. Sie ging auch auf die Bedeutung von mehr Verbindlichkeit und Verlässlichkeit in den Schulen, aber auch in den dahinterliegenden Strukturen ein. Passend dazu verdeutlichte Dr. Eisenmann in ihrem Vortrag zum Thema „Gute Bildung – Beste Aussichten“ insbesondere die Maßnahmen im Rahmen ihres Qualitätskonzepts, welches neue Ansätze in der Schulentwicklung, der Unterrichtsqualität und in der Lehreraus- und -fortbildung verfolgt. Außerdem solle ein strategisches Bildungsmonitoring eingeführt werden. Etliche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. So wurde u.a. die umstrittene Methode Schreiben nach Gehör wieder abgeschafft und die gymnasiale Oberstufe wird reformiert.

Im Bereich der Digitalisierung an Schulen sieht die Ministerin für Baden-Württemberg großen Nachholbedarf. Es gelte jetzt, aus den Fehlern anderer zu lernen und gute Erfahrungen zu übernehmen. Mit dem Ausbau des Informatikunterrichts an den weiterführenden Schulen und der Ausweitung der Tablet-Klassen sei man bereits auf einem guten Weg. Sie appellierte aber auch an die Erziehungspartnerschaft zwischen den Eltern und den Schulen, die bei der Medienerziehung gemeinsam in der Verantwortung stünden. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Gäste mit Dr. Eisenmann über ihre Fragen diskutieren – eine Gelegenheit, die von den Besuchern nur zu gerne genutzt wurde.