2019 01 29 BILD PM Projekt DigiGAAB Kopie

Im Kompetenzzentrum der Stuckateure ist die Digitalisierung längst
angekommen. Das zeigte der Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Marc
Biadacz, der sich vor Ort über das vom Bundesministerium für Arbeit und
Soziales geförderte Projekt "DigiGAAB" informierte.

Die Freude über den Förderbescheid des Bundesministeriums für Arbeit und
Soziales war groß - das Projekt "DigiGAAB" des Kompetenzzentrums für Ausbau
und Fassade wird mit über einer Million Euro gefördert. "DigiGAAB" steht für
"Digital unterstützter Gesundheits- und Arbeitsschutz im Arbeitsprozess
Bau". In diesem Projekt sollen Experimentierräume am Kompetenzzentrum
entstehen, wo sich nicht nur die Unternehmer, sondern die komplette
Belegschaft einer Firma über die unterschiedlichen Softwaretools und ihren
praktischen Nutzen informieren können. Projektleiter Dr. Roland Falk,
Hauptgeschäftsführer Thomas Arnold und der Geschäftsführer der Heller
Stuckateur GmbH, Simon Bieberle, stellten dem Bundestagsabgeordneten Marc
Biadacz das Projekt und dessen Ziele vor.

Thomas Arnold erläuterte, dass im Stuckateurhandwerk die Digitalisierung
sehr unterschiedlich Einzug hält. Da das Thema für die Zukunft von höchster
Bedeutung ist, engagiert sich das Kompetenzzentrum für die praxisgerechte
Einführung der Digitalisierung in den Fachbetrieben. Beispielsweise wird der
Einsatz von wasserdichten Tablets getestet, um digitale
Planungsinformationen und Arbeitsanweisungen schnell entgegenzunehmen und
diese zu verarbeiten. Der Bundestagsabgeordnete zeigte sich begeistert: "Als
Digitalpolitiker freut es mich besonders, wie offen das Handwerk mit der
Digitalisierung umgeht. Wir müssen die digitale Transformation unserer
Arbeitswelt aktiv gestalten, um Chancen der Digitalisierung zu nutzen und
Risiken zu minimieren. Dafür braucht es Mut, kreative Ideen umzusetzen -
eben diesen Mut beweist das geförderte Projekt des Kompetenzzentrums aus
meinem Wahlkreis."

Der Projektleiter Dr. Roland Falk betonte in diesem Zusammenhang die
Wichtigkeit, analoge Prozesse nicht nur 1:1 in digitale Prozesse umzusetzen.
"Wir müssen die Chance nutzen die Prozesse neu zu denken und eine
zukunftsfähige Struktur im Unternehmen aufzubauen. Damit dies nachhaltig
gelingt und in einem Handwerksbetrieb dauerhaft verankert werden kann, ist
es notwendig, dass zumindest die Führungskräfte, besser noch die ganze
Belegschaft in die notwendige Einführung der Digitalisierung im Betrieb
einbezogen wird", so Falk. Herr Bieberle, Geschäftsführer der Heller
Stuckateur GmbH und ein Praxispartner in diesem Projekt, verwies darauf,
dass es für einen kleinen Handwerksbetrieb ohne eine solche Unterstützung
fast nicht möglich wäre im Tagesgeschäft diese notwendigen Schritte alleine
zu bewältigen. Er freut sich auf die Treffen und den Austausch mit anderen
Kollegen beim Ringen um die richtigen Lösungen.

Das bundesweite Kompetenzzentrum beschäftigt sich aber nicht nur mit der
Digitalisierung im Stuckateurgewerbe. Von Gesellen- über Meisterausbildung
und Ausbau-Manager-Qualifizierung werden auch Flüchtlinge auf eine
Ausbildung oder in die Arbeit in einem Stuckateurbetrieb vorbereitet. Marc
Biadacz zeigte sich begeistert, wie vielfältig die Aufgaben am
Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade sind. Nicht umsonst ist das Zentrum
in Rutesheim Anlaufpunkt für vielzählige Stuckateure aus ganz Deutschland.