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 „Für unsere Jüngsten brauchen wir mehr Betreuungsplätze, mehr Personal und eine hohe Qualität in der Kinderbetreuung“, betonte Sabine Kurtz gestern in der SWR-Talkshow „Mal ehrlich…“. Mit betroffenen Eltern, Erzieherinnen und Kita-Leitungen diskutierte sie über die Betreuung von kleinen Kindern in Baden-Württemberg.

Den bisherigen Ausbau der Kinderkrippenplätze im Land bezeichnete die CDU-Landtagsabgeordnete in der Sendung als überaus lobenswert: „Seit 2013 gilt der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Mittlerweile werden durchschnittlich schon über 29 Prozent der unter Dreijährigen in Kitas in Baden-Württemberg betreut“. Die Kommunen hätten in den vergangenen Jahren Beachtliches geleistet, um die Zahl der Krippenplätze zu erhöhen. „Alle nehmen diese Aufgabe sehr ernst und ziehen an einem Strang: Bund, Land und Kommunen“, so Sabine Kurtz. Das gelte auch für den Landkreis Böblingen, der eine Betreuungsquote von 31,3 Prozent bei den unter Dreijährigen vorweisen kann.

In den letzten Jahren sei die Geburtenrate stark angestiegen – eine erfreuliche Entwicklung, so Sabine Kurtz, selbst Mutter von drei Kindern. Allein in Rutesheim habe sich die Zahl der jährlichen Geburten zwischen 2011 und 2017 fast verdoppelt. Das stelle die Kommunen vor große Herausforderungen. Vielerorts fehle es aber nicht an Räumen oder Plätzen, sondern an Personal. „Den Engpass bildet jetzt der Fachkräftemangel“, beschreibt Sabine Kurtz die landesweite Herausforderung.

Mit der Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze in den Fachschulen, der Studienplätzen für Frühkindliche Bildung und Erziehung an den Pädagogischen Hochschulen sowie der bundesweit vorbildlichen dualen Ausbildung (PiA) habe Baden-Württemberg schon sehr viele wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen, um mehr Erzieherinnen und Erzieher zu gewinnen. Denn Personalmangel kann die Qualität in den Einrichtungen stark beeinträchtigen, darauf wurde in der Sendung mehrfach verwiesen: gestresste Erzieherinnen verlieren gelegentlich die Nerven, Ansprüche an Bildung und Erziehung müssen zurückgestellt werden, Krankenstand und Schwangerschaft verschlechtern den theoretisch so guten Personalschlüssel.

„Nach den Eindrücken, die Eltern, Erzieherinnen und Experten heute im SWR-Bürgertalk geschildert haben, steht für mich fest: Wir müssen noch mehr Betreuungsplätze anbieten, dazu vornehmlich in Personal investieren und den Qualitätsansprüche gerecht werden, die Eltern und Fachleute zu Recht einfordern. Erst danach können wir über Gebührenfreiheit nachdenken“, stellt Sabine Kurtz abschließend fest.

Die komplette Sendung gibt es in der SWR Mediathek unter: https://swrmediathek.de/player.htm?show=d08c4d30-2a65-11e9-b7ee-005056a12b4c.

Pressemitteilung vom 7. Februar 2019.