Die CDU Weil der Stadt geht mit keiner eigenen Kandidatin bzw. keinem Kandidaten ins Rennen um den Bürgermeisterposten Weil der Stadts. Deshalb haben sich Stadtverband und Gemeinderatsfraktion darauf verständigt, keine Wahlempfehlung abzugeben.

Unmittelbar nach der Ankündigung von Bürgermeister Thilo Schreiben nicht mehr zur nächsten Wahl anzutreten, hat die CDU Weil der Stadt mit der Suche nach einer geeigneten Kandidatin oder einem geeigneten Kandidaten  begonnen. „Wir haben einige teilweise sehr gute Gespräche mit geeigneten Interessenten geführt. Leider waren diese am Ende nicht erfolgreich“, bedauert der Stadtverbandsvorsitzende Joachim Oehler.

Der Stadtverband und die Gemeinderatsfraktion freuen sich über das vielschichtige Kandidatenfeld. „Es ist gut, dass unsere Bürgerinnen und Bürger eine wirkliche Auswahl zwischen verschiedenen programmatischen Ansätzen und ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten treffen können. Viele Gespräche in den letzten Wochen zeigen uns, dass die Wählerinnen und Wähler sehr gut beurteilen können, wer aus dem Kandidatenkreis die Befähigung zum Bürgermeister oder zur Bürgermeisterin mitbringt“, bekräftigt Oehler.

Die Kandidaten Alexander Schopf, Christian Walter und Jürgen Katz hatten darum gebeten, sich beim Stadtverband und der Fraktion vorstellen zu dürfen. Diese Gespräche waren sehr aufschlussreich und haben viel zur Meinungsbildung innerhalb der Fraktion und des Stadtverbandes beigetragen.

Im Anschluss an das letzte Bewerbergespräch haben sich gestern Abend der Stadtverband der CDU Weil der Stadt und die CDU- Gemeinderatsfraktion ausgiebig mit den einzelnen Kandidaten und deren Konzepten befasst. In Anbetracht des breiten Kandidatenfeldes und der bestehenden Auswahl zwischen verschiedenen geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern und vor dem Hintergrund, dass die CDU Weil der Stadt keinen eigenen Kandidaten ins Rennen um den Bürgermeisterposten schickt, sind Stadtverband und Fraktion übereingekommen, keine offizielle Wahlempfehlung zu Gunsten eines bestimmten Kandidaten oder der Kandidatin abzugeben.

Joachim Oehler begründet die Entscheidung: „Wir haben ausgiebig diskutiert und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aufgabe der Parteien ist es, der Bürgerschaft eine echte Wahlmöglichkeit zu bieten. Dies ist bei der aktuellen Bürgermeisterwahl der Fall. Trotz Corona haben alle Interessierte die Möglichkeit, sich ein Bild von den Kandidaten zu machen. Bürgermeisterwahlen sind Persönlichkeitswahlen. Bei den genannten Voraussetzungen ist eine Wahlempfehlung der Partei nicht notwendig.“

Der konkrete Beschluss lautet wie folgt:

  • Da die CDU keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt bleibt sie neutral.
  • Es gibt geeignete Kandidatinnen und Kandidaten. Die Bürger werden aufgefordert, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und an der Bürgermeisterwahl teilzunehmen.
  • Die vereinbarte Selbstverpflichtung zur Neutralität gilt nur im Hinblick auf die Funktion als Mitglied der Gemeinderatsfraktion bzw. des Vorstands des Stadtverbandes der CDU. Selbstverständlich steht es jedem Mitglied frei, als Bürger der Stadt und als Wähler den Kandidaten seiner Wahl oder ihrer Wahl zu unterstützen.